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2007-08-25: 30 Jahre Májovanka

S.a. Fotoalbum

Die Blaskapelle Májovanka hat am Sonntag, den 25. August alle Blasmusikfreunde zu ihrem 30-jährigen Bestandsjubiläum in ihre Heimatstadt Holíč, einen halben Steinwurf von Hodonín entfernt, eingeladen. Sie legten ihre besondere Feier mit dem

Ludomil Kuba, Moderation
Ludomil Kuba, Moderation

nun zum 5 Mal abgehaltenen Blasmusikfestival zusammen, das in der Holičer Arena unterm blanken Himmel abgehalten wurde. Sie haben sich für diesen Anlass auch ein schönes, inhaltsvolles Motto einfallen lassen, dass die Bevölkerung aus diesem Gebiet sicher unmittelbar anspricht:

Z oboch brehú Moravy

Von beiden Ufern der March

Ich betrachte dieses Motto als sehr gelungen, denn es wird u.a. auch hier die Absicht zum Ausdruck gebracht, die besonders enge kulturelle Nachbarschaft und Freundschaft zu demonstrieren, die in diesem Gebiet auf beiden Ufern der nun politisch „teilenden“ March von allen Bevölkerungsschichten mit unverminderter Intensität weiterhin gelebt wird. In kultureller Hinsicht gibt es keine Trennung. Eingeladen wurden die Blaskapellen Gloria, Mistříňanka, Žadovjáci von „jenseits“ sofie die Hradištská kapela von „diesseits“ der March.

For einer fast zur Gänze besetzen Freiluftszene – einem griechischen [[Amphitheater]] ähnlich - eröffnete der Gastgeber, die Blaskapelle Májovanka das Blasmusikfestival mit einem breit gefächerten Konzertprogramm mit teilweise solistischen Einlagen.

Das dazu passende Wetter während des ganzen Festivals muss offensichtlich mit Hilfe einer besonderen Protektion erwirkt worden sein. Oder haben sich die Veranstalter mutig auf ein Pokerspiel mit einem ziemlich hohen Einsatz eingelassen. Wäre nämlich der Regen gekommen, so war die Veranstaltung meiner Einschätzung nach zur Gänze schief gelaufen. Wer könnte – außer einigen Fanatikern – auch unter freiem Himmel im Wasser sitzen und den lieblichen Tönen und Texten zuhören? Wirklich nicht die Mehrheit. Wir sind nicht in Griechenland. Vom Abgesandten des Slowakischen Blasmusik-Dachverbandes wurden anschließend Dankensworte und Anerkennungsurkunden für die Blaskapelle sowie für den am längsten spielenden Angehörigen der Blaskapelle überbracht. Nach dem Auftritt von Májovanka habe ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen, mit dem Kapellmeister Peter Solárik paar Worte zu wechseln. Ein Mensch, der für die Blasmusik viel macht und sich aber im Hintergrund aufhält. Seine Frau Jarmila ist als Sängerin mit dabei. Sympathische Leute, denn sie sehen das Kulturgut, nicht sich selbst. Auf meine Frage hin, wo ist denn ihr künstlerischer Leiter Stano David „hängen geblieben“, bekam ich die Antwort … irgendwo unterwegs, muß aber jeden Augenblick kommen.

Bevor ich aber zur nächsten Blaskapelle übergehe, möchte ich kurz auf die Moderation und die Überbrückung von Pausen eingehen. Die Veranstaltung wurde von Ĺudomil Kuba moderiert. Dieser Mensch hat ein sehr feines Gefühl für die Situation und für die Heterogenität anwesender Menschen, als Moderator ist er bestens geeignet, ich habe es bei anderen Gelegenheiten auch sehr angenehm erlebt. Deswegen verstehe ich überhaupt nicht, warum ein so genannter „Volkserzähler“ zusätzlich noch mit eingeladen wird, der mit primitiven, plumpen Bemerkungen und „Witzen unter der Gürtellinie“ zwischen dem Blaskapellen-Szenenwechsel das Publikum angeblich unterhalten soll. Ich habe bisher nichts Peinlicheres erlebt. Auch diesmal habe ich den Veranstalter bereits kontaktiert.

Die darauf folgende Blaskapelle Hradištská kapella wirkte sehr locker, vermutlich nicht zuletzt dank des einen Sängers, dessen Namen ich mir nicht gemerkt habe. Er moderierte zugleich auf eine sehr lockere Art und Weise, wahrnehmbar „kundig“ der Seele der Zuhörer. Ich persönlich empfand die Präsentation als natürlich, nicht übertrieben, sehr herzhaft und wertvoll. Diese Blasformation erlebte ich zum ersten Mal.

Die folgende Partie war Mistříňanka. Antonín Pavluš „himself“ sah sich genötigt, den Auftritt mit seinem Wort zu begleiten. Auch gut so. Er verleiht dem Auftritt stets den persönlichen „Anstrich“, auch wenn er nur erwähnt, „dass Robert die schwerste Lerche der Welt ist“. Ich kann mir nicht helfen, ich muss immer wieder lachen. Robert ist nämlich ein Superklarinettist und dazu ein unglaublich netter, bodenständiger Mensch, ich mag ihn. Ich mag überhaupt die ganze Partie. Anschließend gab es Ziffenrn-Einlagen von Peter Hajný und er tat dabei so, wie wenn er aus Papier wäre. Ich würde einmal Mistříňaka erleben wollen, wo sie aus „Erschöpfung“ nicht „weiter können“. Das werde ich vermutlich nicht einmal in einem Weinkeller erleben.

Die nächste Partie, die das Podium betrat und mir als „unermüdlich“ vorkam, waren Žadovjáci. Ich möchte fast wetten, dass diese Partie im Stande ist, 24 Stunden mit kleinen Pausen „durchzuspielen“ – zähes Holz, an der Spitze Ladislav Svoboda, der Kapellmeister. Das sind Menschen, die mit der Blasmusik auch schlafen gehen. An diesem Tag haben sie noch ganze 8 Stunden Tanzmusik vor sich gehabt … freilich an anderem Ort.

Den krönenden Abschluss der Veranstaltung wurde Gloria anvertraut. Aber kaum hatte die Crew paar Töne von sich gegeben, gingen einige Leute nach Hause. Es war auch inzwischen so ziemlich spät geworden. Die Partie zeigte sich von ihrer ausgesprochen positiven Seite her, die Moderation von der Tochter von Gurský wirkte natürlich und sympathisch, nicht so „kantig und sweety“ wie ich sie aus den deutschsprachigen Ländern erlebe. Irgendwie hatte ich aber das Gefühl, dass die ganz „modernen“ Stücke in diese Ambiente nicht nahtlos hineinpassen. Das Publikum erwartet sie auch nicht.

Das Blasmusikfestival in Holíč war meiner Beurteilung nach alles in allem ein großer Erfolg. Es wurde im Großen und Ganzen die einheimische Musik in einheimischer Interpretation geboten, ohne Affekte, ohne Beiwerk. Ich habe die Veranstaltung, wie sicherlich auch die Mehrheit, sehr wohl genossen.

Anniversary October 2013 - Karel Valdauf

- CZ -


Neuvěřitelné, ale skutečnost. Před 100 lety se v měsíci říjnu narodil úspěšný skladatel a bandleader Karel Valdauf.

Karel Valdauf
Karel Valdauf
1913-10-25, Trhové Sviny
1982-07-04, Praha
Dávno přešla doba loučení


hudba, text Karel Valdauf

zpívá Miroslav Šuba

hraje Valdaufinka
pod taktovkou Karla Valdaufa

nahráno v Supraphonu
v roce 1975

K velikánům české dechovky lze Karla Valdaufa bezesporu řadit, který se zjevně v západní části střední Evropy  ve srovnání  s jinými  známými skladateli dnes tolik nehraje. Dle mého úsudku to lze přičíst době, v které Karel Valdauf působil. V době existence "železné opony" a izolace během "Studené války".

V domovině české dechovky je ale Karel Valdauf stále "živý" a velmi oblíben. Jeho skladby tvoří nedílnou součást repertoáru všech česko-moravsko-slovenských kapel. Napsal jich kolem 150, mnohé z nich opatřil sám vlastním, velmi zdařilým a harmonizujícím textem. Hovořit o nejznámější skladbě v souvislosti s klenotnicí, kterou vytvořil, nemá vskutku smysl. Je jich mnoho, stačí se dotázat lidí, každý nabídne tu svou. Nikterak bezdůvodně zde uvádím tu "mou": "Dávno přešla doba loučení".

V přátelském ovzduší při sklence vína či piva by mohla od přítele padnout jiná alternativa. Nebylo by se o co přít. Jedna jako druhá skladba z pera mistra, neunavného tvůrce od svých ranných let a nadšence lidové hudby  jsou hudebními perlami. V podání jeho orchestru se neomezoval jen na běžné, klasické dechové obsazení. Rád doplňoval orchestr smičci, saxofony nebo i kytarami.

Karel Valdauf vedl ve zralém věku svérázný, téměř "bohémský" život. Vedle své časově náročné činnosti zvládl uzavřít dohromady tři manželství, které nezůstaly bez potomků. Rodný dům KArla Valdaufa je dnes zařízen jako trvalé muzeum. Obec se může hrdě pyšnit svým rodákem, který už dávno zakotvil v srdcích milovníků české dechovky.

V Trhových Svinech se každým rokem v měsíci srpnu pořádá na náměstí před obecním úřadem "Festival Karla Valdaufa", který by vášniví fandové dechovky přehlédnout neměli.

viz. také můj příspěvek
Skladatel Karel Valdauf / Komponist Karel Valdauf

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