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Spritztour durch Podluží

Vojta Ducháček, Šohajka

Kplm. Vojta Ducháček (r.)

Šohajka aus Dolní Bojanovice

S.a. Fotoalbum

Am Sonntag, den 19. August 2007 unternahm ich, trotz des nicht gerade einladenden Wetters eine "Spritztour" durch mein Lieblingsgebiet Podluží. Im Monat August muss man nicht lang nachdenken wohin zu fahren, um eine anständige Blasmusik zu hören und die Augen an der Farbenpracht der Jungen in Tracht "weiden" zu lassen. Nach einer gemütlichen Fahrt von Brünn nach Veselí nad Moravou mit kurzen Aufenthalten in Šardice, Mistřín und Kyjov entschloss ich mich, nach Brodské (in heutiger Slowakei) zum Blasmusikfestival zu fahren. Kurzer Aufenthalt in Lanžhot war aber unumgänglich, denn beim Vorbeifahren konnte ich Klänge einer gepflegten Blasmusik vernehmen. Hinter der Kirche wurden Hody im Ort abgehalten. Die Blaskapelle Podlužanka spielte ohne Rücksicht auf das vernieselte Wetter darauf los, als ob es zum "business as usual" gehören würde. Nach einiger Zeit schien sich das Gewitter zu vernünftigen, die nasse,

sehr rutschige Tanzfläche wurde von den unter den Bäumen wartenden Tanzpaaren in Trachten ohne zu zögern rasch betreten. Die Menge der anwesenden Bevölkerung hat sich aber - verständlicherweise - in Grenzen gehalten.

Paar Kilometer weiter, gleich hinter der "Grenze" in Brodské, einem Ort, der zum "Einzugsgebiet" der legendären Juraček-Partie gehörte, war das Blasmusikfestival bereits voll im Gang. Vor einer kleineren, aber voll besetzen Zuschauertribüne spielten in der zweiten Hälfte Žadovjáci und Bojané. Mittlerweile bei sonnigem Wetter herrschte eine gemütliche Atmosphäre. Bojané ließen sich natürlich die Gelegenheit nicht entgehen, viele neuen Stücke aus ihrer dritten, vor kurzem herausgebrachten CD zu präsentieren. Fero Miko Mitwirkung könnte ich mir dadurch erklären, dass er meiner Vermutung nach bei der Produktion der CD ausgeholfen haben dürfte. Bojané ist eine Partie mit einem charakteristischen "softy sound" aus Podluží, genauso wie Šohajka, die ich noch erwähne. Bojané sind aber für mich ohne ihr erstklassiges Gesangsquartett einfach undenkbar.

Tanzpaar, Hody in Mikulčice
Tanzpaar, Hody in Mikulčice

Der nächste Aufenthaltsort vor Einbruch der Dämmerung galt den für drei Tage anberaumten "Hody" in [[Mikulčice]], einem unweit von Hodonín gelegenen Ort. Eine Besonderheit sei an dieser Stelle erwähnt. Drei Kilometer von Mukulčice wurde - völlig zufällig - eine der bedeutendsten archäologischen Stätte des Großmährischen Reiches entdeckt, eine "schlummernde" Sehenswürdigkeit von besonderer Brisanz. Bis heute ist dieses zum Kulturdenkmal erklärtes Gebiet von vielen Geheimnissen umhüllt. Völlig zufällig deswegen, weil einem aufmerksamen Bürger dieses Ortes vor einigen Jahrzehnten zufällig aufgefallen ist, dass die Steine, die von den Ortsbewohnern zum Hausbau von der nahe gelegenen Au in Unmengen herangeschleppt werden, "auffallend" bearbeitet waren. Er kontaktierte die archäologische Abteilung auf der Brünner Universität und der perfekte Fund war in der Öffentlichkeit. Von den Archäologen der Prager Uni wurde dann Schritt für Schritt ein Riesenareal einer alten Ansiedlung mit vielen Kirchenfundamenten und wertvollen Grabfunden freigelegt.

In Mukulčice spielte Vojta Ducháček mit seiner Šohajka ein "klassisches" Repertoire, eben zum Tanz und zum Zuhören für die Einheimischen, wie man es dort gewohnt ist. Gespielt wurde auch so, wie es das Publikum erwartet, d.h. de facto ohne Pausen. Die Partie produzierte einen abgerundeten, molligen Sound, ein Tempo, das das "Verlieben fördert" wie ich immer sage. Meine Freude war groß, Franta Kasan wieder am Bass zu sehen, der aber inzwischen seine in Mistřín getragene Tracht gegen die in Podluží tauschte. Genauso Marek Bureš, der an der Klarinette überall aushilft, wo es Not an Mann herrscht. Ein Pohárek (Gläschen) von Vojta musste ich leider ablehnen, denn die Null-Komma-Josef Alkoholgrenze wird in dieser Gegend sehr streng gehandhabt.

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